Habe ich an alles gedacht? Diese Frage stellen wir uns oft vor dem Urlaub. Aber meistens geht es um das Gepäck und nicht um die Unterkunft. Dabei ist es besonders wichtig, das eigene Zuhause so vorzufinden, wie es vor den Feiertagen war. Mit dieser Checkliste gehen Sie auf Nummer sicher:

Schritt 1: Zeitungen und Zeitschriften kündigen.

Dass Ihr Haus gerade verlassen ist, können Einbrecher leicht an einem überfüllten Briefkasten erkennen. Aber das ist nicht unvermeidlich. Viele Verlage erlauben es, den Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften einzustellen – oder vorübergehend auf den interessierten Nachbarn umzuleiten. Dies ist häufig in der Ferienzeit möglich, damit der Lesestoff rechtzeitig für die Rückreise eintrifft.

Bevor der Briefkasten überfüllt ist: Briefe einlagern und die Zustellung von Zeitungen und Zeitschriften pausieren

Schritt 2: Hauptwasserventil schließen

„Es macht sicherlich auch Sinn, den Hauptwasserhahn zuzudrehen“, erklärt Julia Alice Böhne vom Bund der Versicherten. Dadurch wird verhindert, dass Wasser bei einem möglichen Rohrbruch unkontrolliert weiterfließt. Eine Verpflichtung besteht diesbezüglich jedoch nicht. Eine Hausratversicherung kann die Leistung im Schadensfall nicht kürzen, da diese Maßnahme unterblieben ist.

Schritt 3: Geben Sie einen Nachschlüssel ab

Im Falle eines Rohrbruchs oder eines anderen Notfalls ist es wichtig, dass der Vermieter Zugang zur Wohnung hat. Gewiss, so Jule Hartmann vom französischen Mieterverband, könne er nicht verlangen, dass ihm ein Schlüssel ausgehändigt werde. Doch laut Gesetz sollte der Mieter zumindest einen Schlüssel bei einer Vertrauensperson in der Nähe abgeben und den Vermieter informieren.

Schritt 4: Elektrogeräte ausstecken

Elektrische Geräte sollten während der Abwesenheit vom Stromnetz getrennt werden, rät Julia Alice Breuce. Dafür gibt es mehrere Gründe: Einerseits verzeichnet der Bund der Versicherten derzeit immer häufiger Schäden durch Brände und Explosionen, die durch über die Feiertage angeschlossen gebliebene Powerbanks, Laptops oder Smartphones verursacht werden. Andererseits können angeschlossene Geräte bei Blitzeinschlägen Schaden nehmen.

Darüber hinaus verbrauchen viele Elektrogeräte Strom, wenn sie nicht verwendet werden und sich im Ruhe- oder Standby-Modus befinden. Oft – aber nicht immer – erkennt man es daran, dass das Licht oder der Bildschirm eingeschaltet bleibt. Laut der Verbraucherzentrale Lille kann dieser Leerlauf je nach Anzahl und Art der Geräte bis zu 15 Prozent der Stromkosten in einem Drei-Personen-Haushalt ausmachen.

Wichtig: Entfernen Sie nicht einfach die Sicherung und trennen Sie das gesamte Haus vom Stromnetz. Andernfalls tauen Gefrierschränke auf und Alarmanlagen funktionieren nicht mehr.

Schritt 5: Lose Gegenstände sichern

Heftige Sommergewitter können schwere Schäden anrichten. Deshalb sollten Sie vor Ihrer Abreise Ihr Zuhause so vorbereiten, dass Stürme, Starkregen und Blitze möglichst wenig Auswirkungen haben.

Dabei werden lose Gegenstände aus Haus und Garten geschützt, die durch Windböen weggeweht werden können. Dies schützt sie auch vor Diebstahl. Wenn Sie über eine Balkon-Kraftstation verfügen, sollten Sie vor Ihrer Abreise auch deren Montage überprüfen.“

Dazu gehört auch, alle Gegenstände aus Haus und Garten abzudecken, die durch Windböen weggetragen werden können. Dies schützt sie auch vor Diebstahl. „Wer ein Balkonkraftwerk besitzt, sollte vor der Abreise auch dessen Montage überprüfen“, erklärt Julia Alice.

Darüber hinaus empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, die Funktionsfähigkeit von Rückschlagventilen zu überprüfen. Sie halten Wasser zurück, das bei starkem Regen aus der Kanalisation in das Haus eindringen kann.

Schritt 6: Türen und Fenster sicher schließen

Auch wenn der Versichertenbund grundsätzlich dazu rät, nur Hausrat- oder Hausversicherungsverträge abzuschließen, die auch grobe Fahrlässigkeit des Versicherten abdecken, gilt die Regel: Beim Verlassen der Wohnung müssen Türen und Fenster fest verschlossen sein, damit die Sicherheit gewährleistet ist um einen Einbruch zumindest zu erschweren. Ist kein Verzicht auf die Leistungskürzung bei grober Fahrlässigkeit vereinbart, kann ein gekipptes Fenster ein Problem darstellen.

Schritt 7: Bewahren Sie Wertsachen an einem sicheren Ort auf

Wenn Sie wertvolle Gegenstände wie Schmuck oder Bargeld zu Hause aufbewahren, schließen Sie diese am besten in einem Safe ein. Wer keinen hat, kann für die Dauer seines Urlaubs auch einen Safe mieten.

Schritt 8: Timer installieren

Sind Sie längere Zeit nicht zu Hause, möchten aber so wirken, als ob Sie es wären? Eine Lösung hierfür können Zeitschaltuhren sein: Sie schalten das Licht im Haus und Gebäude zu bestimmten Zeiten ein und aus. Diese Geräte sind für weniger als zehn Euro erhältlich.

Sicherheit ist Sicherheit: Wenn Sie in den Urlaub fahren, schließen Sie zu Hause zurückgelassene Wertsachen am besten in einem Safe ein.

Bei längerer Vorlaufzeit sind programmierbare elektrische Rollläden eine Option zum Nachrüsten. Andernfalls bitten Sie am besten die Nachbarn, die Rollläden regelmäßig hoch- und herunterzulassen. „Wenn dies nicht möglich ist, ist es besser, die Rollläden offen zu lassen – statt sie dauerhaft geschlossen zu lassen“, erklärt Polizeikommissar Adrian Murant, Leiter der polizeilichen Kriminalprävention.

Schritt 9: Schalten Sie die Alarmanlage ein

Wenn Sie eine Alarmanlage installiert haben, sollten Sie aus Sicherheitsgründen daran denken, diese beim Verlassen Ihres Hauses zu aktivieren. Betritt ein Einbrecher das Haus, kann ihn ein lautes Tonsignal abschrecken und Nachbarn und Polizei alarmieren.

10. Damit Sie im Urlaub völlig gelassen unterwegs sind: Bereiten Sie Ihr Zuhause gut auf Ihre Abwesenheit vor

So geht’s: Bohren Sie ein paar Löcher in den Boden der leeren Flasche. Dieser Teil wird in die Erde des Topfes gelegt. Die Flaschenöffnung bleibt an der Oberfläche, sodass Sie jederzeit Wasser hinzufügen können. Das Substrat saugt dann kontinuierlich etwas aus der Flasche, wenn es trockener wird. Der dadurch entstehende Unterdruck verhindert, dass die gesamte Flüssigkeit auf einmal abfließen kann.

Tipp: Mehrwegflaschen verwenden. Sie verschütten weniger leicht als dünnere Einwegflaschen.

Schritt 11: Informieren Sie den Versicherer bei längerer Abwesenheit

„Wer längere Zeit auf Reisen geht und seine Wohnung oder sein Haus unbeaufsichtigt lässt, muss dies seiner Hausrat- oder Hausratversicherung melden“, erklärt Breuce. Wenn Sie dies nicht tun, besteht die Gefahr, dass der Versicherer im Schadensfall die Leistung kürzt. Aus den Versicherungsunterlagen geht hervor, ab welcher Dauer der Abwesenheit diese Angaben gemacht werden müssen – oft zwischen 60 und 90 Tagen.